Richtfest auf dem Meisenhof

Richtfest auf dem Meisenhof: (v.l) Bauherr Hermann Graf von der Schulenburg, Bauleiterin Kristina Rabbeau, Architekt Matthias Busch und Zimmermann Jan Reckmann.

Denkmalgeschütztes Zweiständer-Fachwerkhaus wird zum Wohnhaus

Leopoldshöhe (pk) Für Hermann Graf von der Schulenburg gab es für das Denkmalgeschützte Zweiständer-Fachwerkhaus nur zwei Möglichkeiten zur weiteren Nutzung des Meisenhofs: „Feierscheune“ oder „Wohnhaus“. Für letzteres hat der Bauherr sich entschieden.

In dem 1643 erbauten Gebäude entstehen nun – auf einer Gesamtfläche von 618 Quadratmetern – fünf Wohnungen sowie eine Gewerbeeinheit in den Größen von 160 bis 15 Quadratmetern – letzteres ist eine „Kammer“ für den Bauherrn, so sind die Vorgaben.

Naturnahes Wohnen kommt besonders bei jungen Familien gut an und ist hier – zwischen Wald und Feldern – an der Hovedisser Straße gegeben.

Bürgermeister Gerhard Schemmel (links) brachte dem Bauherrn als Geschenk einen kleinen „Meisenhof“ mit – einen Vogelnistkasten, der in einem Projekt auf dem Bauhof der Gemeinde produziert wurde.

Richtfest wurde nun gefeiert

Mit Handwerkern, Helfern, Nachbarn, Freunden und der Familie  konnte nun im dritten Anlauf das Richtfest auf dem Meisenhof bei bestem Wetter und guter Laune gefeiert werden. Durch die Corona-Pandemie musste dieses bereits zweimal verschoben werden.

Premiere für den Zimmermann

Für Zimmermann Jan Reckmann war es eine Premiere. Niemals zuvor hatte er einen Richtkranz auf einem bereits fertiggestellten Dach errichtet. Mit einem launigen Richtspruch und dem traditionellen Schluck stieß er mit dem Bauherrn und Bauleiterin Dipl.-Ing. Architektin Kristina Rabbeau an.

Mit launigem Richtspruch und traditionellen Schluck

Neues entsteht und Altes bleibt erhalten

Hermann Graf von der Schulenburg freut sich besonders darüber, dass auch wie auch beim Bau des Hauses im Jahr 1643 bei der jetzigen Sanierung das Eichenholz aus dem Hovedisser Wald verwendet wurde. „Dafür haben wir einen Wirtschaftswald und das macht Sinn“, so der Bauherr.

Architekt Matthias Busch teilte mit, dass die Sanierungsarbeiten mit den Behörden abgestimmt wurden. „Die Zusammenarbeit verlief sehr gut und ohne Probleme“, so Busch. Zuständig sind die Obere Denkmalbehörde in Münster sowie die zuständigen Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung.

Während der Entkernungsarbeiten wurde unterhalb des Deelenfußboden der historische Grundstein gefunden. Dieser wird im neuen Eingangsbereich im Fußboden unter begehbarem Sicherheitsglas ausgestellt werden.

Idyllisch zwischen Wald und Feldern gelegen – der Meisenhof.

Fotos: Dietmar Klee und Petra Kretschmer

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